Costa Rica

16.04.2004-15.05.2004

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15.04.2004, Manu + Felix

Nachdem wir in Costa Rica die Landung auf Grund extremen Seitenwinden nur knapp ueberlebt hatten (es fehlten c.a. 20 cm zwischen dem Triebwerk und der Landepiste) machten wir uns mit schlottrigen Knien auf den Weg nach San Jose. Dort stiegen wir in einem herzigen Backpacker ab und planten unsere Reiseroute hier in Costa Rica. Zum Abendessen gabs ein Gemisch aus koreanischen Kartoffeln mit Ei und schweizerischen Tomatenspaghetti. Danach sanken wir alle vollgefressen in die Liegestuehle.


16.04.2004, Manu + Felix

Heute erkundigten wir die Hauptstadt Costa Ricas und kauften fuer Morgen Bus-Tickets zur karibischen Kueste. Da Miguel und Felix schon langsam Zoepfe flechten konnten, entschieden sie sich einen Coiffeur zu besuchen. Miguels Versuch eine moeglichst "coole" Frisur zu machen, scheiterte an seinen ungewohnt geraden koreanischen Haaren und den mangelnden Spanischkenntnissen im Bereich Haareschneiden. Felix kaempfte mit den spanischen Bezeichnungen der Farben und auch dieses Resultat viel mehr oder weniger unerwartet aus ... Manu entschied sich, nach diesen Erfahrungen, mit dem Haareschneiden noch ein bisschen zu warten.


17.04.2004, Manu + Felix

Mit einem sehr lottrigen Bus, in welchem der Ar... schon nach 10 Minuten eingeschlafen war, fuhren wir heute nach Puerto Viejo, in der Naehe der Grenze zu Panama. Als wir nach fuenf Stunden endlich angekommen waren, bezogen wir ein herziges Haeuschen mit Veranda und Haengematte (sehr wichtig!). Danach erkundigten wir die Beach und genossen ein lokales Abendessen bestehend aus Fisch und Hamburger (Felix).


18.04.2004, Manu + Felix

Da es extrem schwuel war, beschraenkten wir unsere Aktivitaeten auf ein Minimum ... d.h. Am Vormittag ein kurzer Spaziergang in die Beiz an der Beach und am Abend wieder zurueck ins Bungalow.


19.04.2004, Manu + Felix

Da es die ganze Nacht geregnet hat und der Tag auch nicht viel besser aussah, machten wir es uns auf der Veranda bequem und doesten dahin. Da der Nationalpark Cahuita, welchen wir morgen eigentlich besuchen wollten, leider geschlossen war, entschieden wir uns, morgen wieder zurueck nach San Jose zu fahren.


20.04.2004, Manu + Felix

Nach fuenf Stunden Fahrt im Schuettelbus, kamen wir endlich wieder in San Jose an. Da wir die Fahrt ohne Verpflegung ueberstehen mussten, goennten wir uns am spaeteren Nachmittag ein fettes Abendessen im italienischen Restaurant "Balcon Europa".


21.04.2004, Manu + Felix

Heute erfuhren wir die fingerfertigkeit der Ticos...als die nette Frau am Schalter uns mit der Kaffeebestellung ablenkte, machte sich ihr Kollege am Aussenfach unseres Rucksacks zu schaffen und erbeutete eine zerkratzte Gutschi-Putschi Sonnenbrille und eine fuenf Dollar Ray-Ban Faelschung. Morgen werden wir eine Mausefalle kaufen und diese in der Aussentasche herumschleppen!
Da heute unser letzter gemeinsamer Abend mit Miguel war, fuehrte er uns in ein koreanisches Restaurant und wir genossen ein sehr feines Abendessen.


22.04.2004, Manu + Felix

Um sechs Uhr mussten wir aufstehen und weiter giengs mit dem Bus in Richtung des aktiven Vulkanes Arenal. Da der Bus schlimmer vollgestopft wurde als die Chickenbusse in Guatemala und der Busfahrer uns immer wieder darauf aufmerksam machte, dass gewisse Ticos in den Bussen alles klauen was ihnen unter die Finger kommt, verbrachten wir eine eher nervoese Fahrt.
Heute Abend treffen wir in Fortuna dann Roland (falls alles klappt) und werden uns in den naechsten Tagen gemeinsam die Lavastroeme des Arenals anschauen...also bis bald, wir haben Hunger!


23.04.2004, Manu + Felix

Nachdem wir gestern Roland getroffen hatten, giengen wir in einem schoenen Restaurant Abendessen. Nachdem Essen, als es schon dunkel war, rief ein Einheimischer, wir sollen auf die Strasse kommen und uns den Vulkan anschauen. Da kullerten in der schwarzen Nacht gluehend rote Stroeme aus Lava den Berg hinunter! Da die Nacht so klar war, was nicht oft der Fall ist, konnte man das Schauspiel vom Dorf aus bewundern.
Heute spielten wir dann alle Tourveranstalter gegeneinander aus und konnten so einen Preis aushandeln, der auch fuer uns "Raepplispalter" noch akzeptabel war. Am Mittag giengs dann los, in Richtung des aktiven Vulkans. Es stellte sich heraus, dass wir die Richtige Wahl getroffen hatten und die Gruppe nur aus uns drei bestand. Beim Spaziergang durch den Regenwald am Fusse des Vulkans machte uns der Guide auf viele bunte Voegel und wunderschoene Pflanzen aufmerksam. Wir wurden jedoch immer wieder von den Explosionen des Vulkans ueber unseren Koepfen abgelenkt. Als es dunkel wurde, versuchten wir vom Aussichtspunkt aus noch einige gute Photos zu schiessen. Dies stellte sich jedoch als ziemlich schwierig heraus und so machten wir uns auf den Weg ins Thermalbad. Das Bad besteht aus kleinen Fluessen die teilweise ueber 40C warm sind und fuer den Rest des Abends entspannten wir unsere Glieder mit wunderbarer Sicht auf den Vulkan.


24.04.2004, Manu + Felix

Heute fuhren wir an die Pazifikkueste Costa Ricas. Unterwegs machten wir an einer Bruecke halt, und wollten kurz in den Fluss springen. Angesichts der zwanzig Krokodile die im Wasser dahindoesten, ueberlegten wir es uns anders und genossen den Anblick aus der Ferne. In Manuel Antonio, am Rande des Nationalparks, verbrachten wir den Rest des Tages am Strand. Manu beobachtete ein Rudel kleiner Affen, die am Rande des Urwalds "Seich" machten und Felix und Roland liessen sich von den Wellen verspuelen. Da die Gegend und das Wetter hier wunderschoen sind, werden wir hier sicher ein paar Tage mit "Suenaelae", Surfen, Latsche und Tiere beobachten verbringen.


25.04.2004, Manu + Felix

Ein Tag am Meer...


26.04.2004, Manu + Felix

Noch ein Tag am Meer...


27.04.2004, Manu + Felix

Nachdem heute der Nationalpark wieder geoffnet war, verbrachten wir den ganzen Tag mit Tiere beobachten und in den wunderschoenen Buchten 'suenaelae'. Beim Spazieren auf den kleinen Trampelpfaden durch den Regenwald, begegneten wir unzaehligen leuchtend roten Krebsen, einer knallgruenen Giftschlange, Rudel von Affen die sich gegenseitig das Revier streitig machten, einem Reh das in mitten der Touris am Strand entlang stolzierte und kleinen, grossen, dicken, duennen, faulen, alten und jungen Leguanen.


28.04.2004, Manu + Felix

Heute konnten wir uns nur mit Muehe von unserer Stammbeiz am Strand loesen und machten uns nach dem Morgenessen auf in Richtung Norden. Kurz nach Quepos wurden wir durch einen Arbeiterstreik gestoppt. Da konnte man sehen, das die Ticos von den Guatemalteken noch einiges lernen koennen. Stand in Guatemala der Verkehr auch nur fuer fuenf Minuten still, so wurden sofort Wassermelonen, Glace, Ananas, ... verkauft! Nach etwas mehr als einer Stunde giengs dann aber weiter und am Nachmittag erreichten wir endlich Jaco. Dort fanden wir eine gute Unterkunft mit Kueche und kalter Dusche, wo wir uns fuer die nachsten Tage einrichteten.


29.04.2004, Manu + Felix

Nach einem regenerischen Morgen genossen wir am Nachmittag den Strand, wobei Roland und Felix mit den Wellen zu kaempfen hatten. Danach liessen wir ziemlich erschoepft in der Strandbar den Tag ausklingen.


30.04.2004, Manu + Felix

Heute nahmen wir uns vor, ein wenig Sport zu betreiben und mieteten Fahrraeder. Die Fahrraeder hatten nur einen Gang und Ruecktritt zum Bremsen. Zudem war eines der Raeder nach einer halben Stunde schon platt und Felix musste zurueckstrampeln um den Schlauch ersetzen zu lassen. Danach fuhren wir ins Nachbarsdorf, wobei sich die kleine Steigung zwischen den Doerfern als echte Herausforderung herausstellte. Im Dorf angekommen, erfuhren wir, dass etwas weiter ein Surfcontest im Gange ist und machten uns wieder auf den Weg. Als wir in der Gluthitze schon fast aufgeben und elend im Strassengraben verdursten wollten, erblickten wir am Horizont die gelobte Red Bull Flagge des Contests. Endlich dort angekommen legten wir uns fuer ein paar Stunden in den Schatten, bevor wir die Rueckfahrt in Angriff nehmen konnten. Das gilt natuerlich nicht fuer den Profiveloeler Roland, welcher ueber die Steigung die Herausforderung von einer Gruppe junger Ticos, welche uns mit Top-Mountainbikes ueberholten, annahm, und ihnen zeigte aus welchem Holz seine 'Waedli' geschnitzt sind.


01.05.2004, Manu + Felix

Heute mieteten Roland und Felix Surfbretter und wir verbrachten den ganzen Morgen am Strand. Das Dorf hatte sich ziemlich gefuellt, da viele Ticos fuers Wochenende hierher kamen und am Strand ein Picknick veranstalteten. Am Nachmittag genossen wir ein feines Essen in unserer Lieblingsbeiz am Strand und mussten uns dann vor einem monsumartigen Regen in Sicherheit bringen. Zusaetzlich fiel im ganzen Dorf der Strom aus, da die lokalen Stromer so viele Leitungen an einen Holzmasten gebunden hatten, dass dieser brach. Interessant war zu beobachten, wie sie versuchten den Schaden zu reparieren. In Zentralamerika gehoert zur Stromerausruestung Kletterzeug und Kettensaege! Erstaunlicherweise funktionierte die Stromversorgung nach einigen Stunden wieder tadellos und wir konnten doch noch ein kuehles Bier geniessen.

p.s. Fuer alle die es interessiert, haben wir auf der letzten Seite ('Rueckflug') noch die Ankunftszeit und Flugnummer hinzugefuegt.

Also bis bald...


02.05.2004, Manu + Felix

Da es den ganzen Tag regnete, blieb uns nichts anderes uebrig als von der Strandbar aus die Wellen zu beobachten. Am Abend gabs noch das letzte Kartenspiel mit Roland, da sich Morgen unsere Wege wieder trennen werden.


03.05.2004, Manu + Felix

Heute machten wir uns auf den Weg nach Montezuma. Dazu mussten wir zuerst mit dem Bus nach Puntarenas, dort ein Taxi zum Faehrenterminal, danach die Faehre und zum Schluss wieder ein Bus von Paquera nach Montezuma nehmen. So brauchten wir fuer die 120 km ganze sechs Stunden. Dafuer fanden wir in Montezuma eine super Unterkunft (mit Meeresblick und Haengematten) und werden uns die naechsten Tage hier niederlassen.


04.04.2004, Manu + Felix

Heute machten wir uns auf die Suche nach einem Wasserfall, welchen man besteigen kann (mesi Gilli!). Nach einem kurzen Marsch ueber Stock und Stein, erreichten wir diesen dann auch. Da aber ueberall Schilder aufgestellt waren, dass hier schon einige Leute beim Versuch hinaufzuklettern das Zeitliche gesegnet haetten, machten wir uns auf die Suche nach einem anderen Weg. Durch den dichten Regenwald fuehrte dann doch ein kleiner Trampelpfad hinauf zum "Gipfel" des Wasserfalls, wo ein kleiner See mit wunderbarer Aussicht auf das Meer auf uns wartete. Wieder zurueck am Ausgangspunkt des Pfades, wurden wir von einem "haengengebliebenen" Ami auf einen kleinen Papagei aufmerksam gemacht. Der Ami behauptete, der Vogel wuerde manchmal direkt auf seiner Schulter eine Pause einlegen. Kaum gesagt, flog der Vogel vorbei und pickte dem Ami auf den Kopf, wie um zu sagen, er soll sein Maul nicht so aufreissen.
Wieder zurueck im Dorf genossen wir ein Abendessen direkt am Strand, bei Vollmond und Kerzenlicht...mhmh!


05.04.2004, Manu + Felix

Nach einem aeusserst anstrengenden Tag an der wunderbaren Beach von Montezuma (auf den Bauch drehen...auf den Ruecken drehen...auf den Bauch...), verfuetterten wir den zaehen Fisch von Manus Abendessen an die herumstreunenden Katzen und liessen uns danach von dem Geraeusch der Wellen in den Schlaf wiegen.


06.04.2004, Manu + Felix

Heute fuhren wir 5 Stunden ueber Schotterpisten nach Samara. Dort fanden wir ein schoenes Bungalow, direkt am Meer mit Haengematten, Liegestuehlen und einem ganzen Zoo.


07.04.2004, Manu + Felix

Neben "Suenaelae", Lesen, Surfen und Kartenspielen war Heute die Hauptaktivitaet den Spieltrieb des Haus-Hundes zu befriedigen.


08.04.2004, Manu + Felix

Heute giengs um 06:00 frueh schon in die Wellen. Danach gabs tonnenweise Kaffee und ein kleines Fruehstueck. Waehrend des Tages war es uns jedoch fast nicht moeglich einen ruhigen Moment zu geniessen. Die Haushuendin hatte uns unterdessen so ins Herz geschlossen, dass sie andauernd unser Badetuch, unsere Fuesse oder unser Baeuche beschlagnahmte und wir irgendetwas ins Meer rauswerfen mussten, um sie ein bisschen zu beschaeftigen.
Morgen gehts leider schon weiter zum letzten Strand in Costa Rica :( ...also bis bald


09.05.2004, Manu + Felix

Heute genossen wir am Morgen zum letzten Mal den wunderbaren Ausblick vom Fruehstueckstisch auf das Meer. Danach giengs mit dem 4x4 Taxi der Kueste entlang nach Nosara ins "Casa Romantica". Am Abend schauten wir uns die riesigen Wellen und den wunderschoenen Sonnenuntergang an.


10.05.2004, Manu + Felix

Nach einem langen Spaziergang an den verschiedenen menschenleeren Straenden kuehlten wir unsere ueberhitzten Koerper den Rest des Tages im Schatten am Pool. Am Abend genossen wir ein Gourmet-Essen im Restaurant unseres Hotels. Das Hotel wird von Schweizern gefuehrt, welche das Casa Romantica erst vor zwei Wochen uebernommen hatten und ihren Koch aus der Schweiz mitschleppten.


11.05.2004, Manu + Felix

Ueber 35 Grad! ---> Liegestuhl, Schatten, kuehle Cervessas und Voegelbeobachten.


12.05.2004, Manu + Felix

Nachdem wir das Surfbrett von Felix zurueckgebracht hatten, verschlangen wir eine Pizza im "Cafe de Paris". Danach watschelten wir mit vollen Baeuchen in der Dunkelheit durch den Busch zurueck ins Casa Romantica. Auf dem Weg kam uns eine verstoerte Amerikanerin entgegen, welche aengstlich fragte, ob wir dieses komische Geraeusch auch gehoert haetten. Ein bisschen weiter vernahmen wir dann ein lautes Grunzen, welches sich zu histerischen Schreien entwickelte. Als wir mit der Taschenlampe in die Baeume leuchteten, erwarteten wir mindestens eine Herde von Riesengorillas. Wir waren dann doch etwas erstaunt (und erleichtert), dass diese unheimlichen Gerausche von einem einzelnen kleinen Aeffchen ( Monchichi:) ) stammten.


13.05.2004, Manu + Felix

Heute wanderten wir noch zum letzten mal dem Strand entlang und "suenaelaeten" in den einsamen Buchten. Am Abend liessen wir uns noch einmal vom wunderschoenen Sonnenuntergang und einem eiskalten Chardonnay am Strand verwoehnen. Danach kochte uns Tom wiedereinmal eines seiner Gourmet-Menus (Fisch und Stroganoff) und das Casa Romantica Team (Silvia, Remo, Quiara und Tom) spendierte uns einen herzigen und sehr feinen Dessert.


14.05.2004, Manu + Felix

Nachdem wir uns schweren Herzens von Nosara verabschiedet hatten, fuhren wir 6 Stunden zurueck in die Hauptstadt, wo morgen unser Flug geht...hasta sehr bald!